Berg-Gedanken

Was können Kommunikation und PR bewirken? Was und wie verändert sich die Öffentlichkeitsarbeit? In unserem Blog Berg-Gedanken wollen wir Sie an aktuellen Fragen und Entwicklungen der Branche teilhaben lassen. Viel Spaß beim Lesen!

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18. Dezember 2023

Warum man mit einer Feile keine dicken Bretter bohrt? Oder: Mitarbeiterzeitung sind Führungsinstrument! Punkt!

Nüchtern betrachtet ist die Mitarbeiterzeitung ein Führungsinstrument des Unternehmens und vermittelt einen Einblick in alle Ebenen eines Unternehmens, zeigt Hintergründe und Zusammenhänge innerhalb der Unternehmensprozesse auf. Adressaten sind – das steckt ja schon im Namen – die Mitarbeiter. Sie sollen über die Unternehmensziele und Neuigkeiten aus dem Betrieb informiert werden. Doch dieses maßgeblichste aller Ziele haben die meisten Mitarbeiterzeitungen längst aus den Augen verloren.

Das Vermischen von Kunden- und Mitarbeiterbotschaften sind sichtbare Zeichen von Wildwuchs. Mitarbeiterzeitungen gehören nicht als zusätzliche Mailing- und Reminder-Medium in die Hände von Kunden und Lieferanten. Dafür gibt es Kundenmagazine, Newsletter, Teasermailings oder andere Kanäle. Man hat einfach verlernt, die Mitarbeiterzeitung als Kommunikations-Tool richtig einzusetzen. Und hier komme ich auf die Überschrift zu sprechen: eine Feile und ein Bohrer sind beides Werkzeuge. Aber ein Loch bekommt man immer noch am besten mit dem Bohrer ins Brett. Deshalb: Mitarbeiterzeitungen verwende ich für als Informationskanal zu meinen Mitarbeitern. Punkt! Wenn Sie Kommunikationswerkzeug brauchen, dann nehmen Sie immer das passende Werkzeug und nutzen sie es!

Spielwiese oder Qualitätsprodukt?

Auch ein Malus: Es hat sich eingeschlichen, dass Mitarbeiter für Mitarbeiter schreiben – wegen der „Authentizität“, wie oft betont wird. Meines Erachtens ist die Waldorfpädagogik und hat mit einem wirkungsvollen Werkzeug nichts gemein. Oder wie es der ehemalige Chefredakteur des Handelsblatts, E.W. Mänken, verschärft ausdrückt: „(Die Mitarbeiterzeitung) ist eine professionelle, vielleicht sogar eine hochprofessionelle, nicht eine nebenamtliche oder karitative Veranstaltung. Sie ist kein Benefizvergnügen und keine Spielwiese für Laiendarsteller…“ Das Schreiben ist also Aufgabe der Kommunikationsabteilung, des Pressesprechers oder der beauftragten Presse- und PR-Agentur. Es ist vor allem das redaktionell-kritische Auge eines Experten, das dafür sorgt, dass eine Mitarbeiterzeitung nicht zur Lobhudelei von Vorständen und Geschäftsführung wird. Der Inhalt einer Mitarbeiterzeitung soll die gleiche hohe Qualität besitzen wie die Produkte, das Wissens-Know-how und die Ausbildung eines Unternehmens.

Eine gelungene Mitarbeiterzeitung hat nachgewiesen Einfluss auf Change-Prozesse im Unternehmen. Und das ist belegt. Das haben u.a. die Bayerischen Arbeitgeberverbände in einer Untersuchung zum Thema Change Management schon vor mehr längerer Zeit ermittelt. Gezielte Mitarbeiterinformation und deren Motivation sind ein ausschlaggebender Faktor für erfolgreiches Change Management. Aber auch für die Ansprache neuer Mitarbeiter ist die interne Unternehmenszeitung das geeignete Medium. Der unternehmerische Geist ist durch sie spürbar, und auch das Betriebsklima und die Besonderheiten lassen sich mit ihr hervorragend darstellen und vermitteln.


Der Koch macht das Kotelett

In der redaktionellen Verantwortung ist die Mitarbeiterzeitung am besten bei der Personalabteilung aufgehoben. Hier sind auch das Employer Branding und das Onboarding beheimatet. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass aufgrund von Layoutgestaltung und Bildbearbeitung die Macher vieler Magazine Mediengestalter sind, die sonst Produktbroschüren für das Unternehmen verantworten. Für mich gilt dafür der einfache Merksatz: Der Koch und nicht der Metzger macht das Kotelett. Und da auch viele Köche den Brei verderben, schiebe ich direkt hinterher: Der Betriebsrat hat keine Mitbestimmungsrechte und -pflichten an einer Mitarbeiterzeitung. Dies hat das Bundesarbeitsgericht geurteilt, weil der eine oder andere Gewerkschaftsvertreter doch gerne Mitsprache in der Unternehmensgazette gehabt hätte. Den Kochlöffel muss man sich also nicht aus der Hand nehmen lassen.


Empfehlung: Wie oft muss sie erscheinen, um zu wirken?

Vier! Mindestens vier Mal pro Jahr! Eine gute Mitarbeiterzeitung ist nur dann erfolgreich, wenn sie regelmäßig erscheint. Faustregel: Bei weniger als vier Ausgaben im Jahr entfaltet sie als Führungsinstrument eher selten Wirkung. Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit sind entscheidend. Und auch das ist schwer umzusetzen, wenn nicht professionell, mit Nachdruck und hoher Priorität an dem Medium gearbeitet wird. In der Praxis haben sich interne Redaktionskonferenzen im Unternehmen bewährt. Hier werden Informationen zusammengetragen und Arbeitsaufträge vergeben.

30. Juni 2023

Reverse Recruiting: Müssen sich jetzt die Arbeitgebenden bewerben?

Der Arbeitsmarkt steht Kopf: Flatterten früher zig Bewerbungen ins Haus, regt sich heute auf eine Stellenanzeige kaum noch etwas. In diesem „Arbeitnehmermarkt” sind die wenigen verfügbaren Fachkräfte heiß umkämpft. Sogar halbwegs interessierte Azubis zu gewinnen, wird für Handwerks- und Gastronomiebetriebe, aber auch Steuerkanzleien, Logistikzentren und andere immer schwieriger.

16. Mai 2023

SEO-Texte: Optimieren wir für Bots und vergessen die Menschen?

Websites mit SEO-Texten zu optimieren ist wichtig. Denn SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung) bringt sie bei Google nach vorn. Nur die Websites, die hier prominent sichtbar sind, werden angeklickt. Aber welcher Mensch (respektive Kunde) liest gerne Texte, die für Suchmaschinen-Bots geschrieben sind?

16. Februar 2023

Darf man in der Krise lügen?

Wie geht man richtig mit einer Krise in der Kommunikation um? Eine Frage, die in der Praxis komplizierter ist, als es die Fachbücher lehren. Der erste Reflex nach einer Krise ist, wie in jedem John Wayne-Western zu sehen: Wenn man angegriffen wird, bildet man erst einmal mit seinen Planwagen eine Wagenburg zur Verteidigung.

4. Februar 2023

Auf ein Wort zum Thema Storytelling

Die Geschichte muss stimmig sein! Damit ist erst einmal nicht der Wahrheitsgehalt gemeint, sondern rein die Dramaturgie. Eine gute Geschichte braucht eine packende Handlung. Und sie braucht einen Helden. Und sie muss natürlich gut ausgehen.

27. Januar 2023

Quo vadis Journalismus?

Wir wurden von einem Wirtschaftsverlag gefragt, was sich im Journalismus verändern wird und was das für die professionelle Kommunikation und PR bedeutet. Ein spannendes Thema. Denn es bewegt sich einiges bei der Pressearbeit.

4. Januar 2023

Maschinenbauer müssen nicht nach TikTok. Oder doch?

Das große Problem in der Kommunikation und PR? Es werden oft Kanäle benutzt, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob diese ihre beste Zeit hinter sich haben. Bestes Beispiel die Ansprache der Jugend. 2012 gaben laut Statista 87 Prozent der 16 bis 19-jährigen an, dass sie Facebook nutzen, aktuell sind es noch 32 Prozent.
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Christian Cramer

SIEGBERG PR wurde 2016 als Netzwerk-Agentur für Kommunikation und PR von Guido Müller gegründet. Mittlerweile sind fünf PR-Berater und zehn weitere Profis aus benachbarten Disziplinen für die nationale Kommunikation und PR (D-A-CH), für die internationale PR, für die digitale Kommunikation und PR, für die Bereiche Marktforschung, SEO und SEA und für die Durchführung von Eventveranstaltungen für Kunden im B2B und B2C-Bereich zuständig. Unser gesamtes Team finden Sie hier.

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Christian Vogt

Christian Vogt ist selbständiger Mediengestalter und spezialisiert auf Kampagnenmarketing und politische Kommunikation. Seine Schwerpunkte sind Social Media-Kampagnen und Content-Marketing für Vereine, Parteien, Verbände oder Organisationen. Präsentationen, Kandidatenflyer, Info-Grafiken oder animierte Videos? Er beherrscht hier die gesamte Bandbreite.

Nadine Rausch

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Michael Szopieray

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Laura Trawinski

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Anika Kinkel

Design | Content | Media Consulting | Interior | Art

Anika ist multidisziplinär kreative Designerin. Sie denkt neu und konzipiert Marketingmaßnahmen die Kunden begeistern. Beziehungen knüpfen, zuhören und Menschen motivieren – mit den unterschiedlichsten Talenten zusammenarbeiten und das Projekt zusammen erfolgreich umzusetzen, sind ihr größter Motivator. Sie verknüpft Willensstärke mit Freundlichkeit und purer Kreativität.

Guido Müller

Guido Müller führt dieses leistungsstarke Netzwerk … und gerne auch Kunden erfolgreich ans Ziel. Als PR-Profi hat er mehr als 20 Jahre Erfahrung. Bei großen Agenturen und in der Selbständigkeit lernte er die Wege der Kommunikation genauestens kennen. Heute ist er: Vollblut-PR-Berater, Ideengeber, Strippenzieher, Brückenbauer – Ihr kommunikationsstarker Begleiter auf dem Weg an die Spitze.